Kreativ in der Krise

Die Frühförderung und Frühberatung der Lebenshilfe Peine-Burgdorf trotzt den Herausforderungen der Pandemie mit Kreativität. In der aktuellen Lage können die Kinder nicht wie gewohnt im häuslichen Umfeld gefördert werden. Deshalb hat sich das Team verschiedene und auf die Familien abgestimmte Angebote einfallen lassen, um trotzdem Kontakt halten zu können.

Gemeinsames Basteln fördert die Interaktion und Feinmotorik – und ist eine schöne Abwechslung im "Corona-Alltag".

„Zum Glück leben wir in einer digitalen Zeit. So ist es uns möglich über verschiedene Medien in einem guten Austausch mit unseren Familien zu sein“ berichtet Einrichtungsleiterin Birgit Graumann. Im Gespräch können so viele Fragen und Unsicherheiten geklärt sowie Lösungen für belastende Situationen gefunden werden: Wie geht es weiter? Wo kann ich meine Kinder unterbringen, wenn ich wieder arbeiten muss? Wie kriege ich Homeoffice und Kinder unter einen Hut? Wie kann mein Kind die nötige Förderung bekommen? Wie kann ich Kraft tanken um entspannt zu bleiben oder wie schaffe ich es mehr Geduld für meine Kinder zu haben?

Auch das tägliche Spiel ist für die kindliche Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Das Team der Frühförderung unterstützt die Familien mit individuellen Materialien und Anleitungen. Die „Frei-Haus-Pakte“ beinhalten zum Beispiel Knet- und Salzteig-Rezepte für Wahrnehmungsspiele, Geschichten zum Zuhören und zur Förderung der Mundmotorik, Spiele zur Konzentration und Entspannung, Lieder und Fingerspiele, Vorschulmaterialien, sowie Bewegungs- und Spielideen für draußen. Dank der Unterstützung der Kreissparkasse Peine, der United Kids Foundations, des Wasserverbands Peine und vieler privater Spender, konnten je nach Bedarf auch Bücher und Spiele an die Familien verteilt werden.

„Für uns ist es wichtig, die Familien in der aktuellen Situation nicht allein zu lassen, sondern bei ihnen zu sein, mit ihnen zu kommunizieren, sie zu unterstützen – auch ohne physischen Kontakt. Auch neue Anfragen oder Familien, die bereits auf unserer Warteliste stehen, kontaktieren wir per Telefon, um den Eltern zu signalisieren, dass wir für sie da sind, auch wenn wir selbst noch nicht wissen, wann es wieder wie gewohnt weitergehen kann“, begründet Graumann das Engagement ihres Teams.